GOOD FOOD, BAD FOOD - ANLEITUNG FÜR EINE BESSERE LANDWIRTSCHAFT


Inhalt:


Ganz langsam, zu langsam wird der Welt das Problem der Umweltverschmutzung bewusst. In diesem Dokumentarfilm geht es, eng zu diesem Themenkreis gehörig, um eine ganz spezielle Frage: die der Auslaugung, der Austrocknung, der Zerstörung des Ackerbodens, der Degenerierung des Bodens zur Wüste.

Früher, noch vor ein paar Jahrzehnten, wurde natürlich vorgegangen. Es wurde mit Tiermist gedüngt, es gab keine Monokulturen, Kunstdünger war so gut wie unbekannt.

Dann mussten – so eine These des Films – die Riesenkonzerne, vor allem die petrochemischen, die seinerzeit das für den Krieg (Zweiter Weltkrieg) nötige Material jeglicher Art hergestellt hatten, die Produktion umstellen, um weiter Geschäfte und Gewinne machen zu können.

Sie stellten insbesondere zwei mit scheinbarem Fortschritt verbundene Produktkategorien her: Landmaschinen (Traktoren, Schlepper, Mähmaschinen usw.) sowie Kunstdünger.

Mit letzterem begannen die Böden regelrecht zu sterben. Denn Kunstdünger tötet erstens die Kleinlebewesen, die den Grund entlüften, und bewirkt, dass dieser Grund nach einer gewissen Anzahl von Jahren steril und tot ist.

Nicht nur das: die Konzerne gaben – so der Film weiter – ihre Erzeugnisse den armen Bauern in vielen Teilen der Welt auf Kredit und brachten sie damit in ihre totale Abhängigkeit. In Indien zum Beispiel geht die Zahl der verschuldeten und verarmten Bauern, die sich jährlich das Leben nehmen, in die Tausende.

Engagierte Experten und Idealisten – darunter eine Friedensnobelpreisträgerin – aus Frankreich, Brasilien, Indien, der Ukraine und anderen Ländern melden sich zu Wort. Sie informieren, sie belegen ihre Instruktionen mit Fakten, sie stellen glaubhafte Zukunftsthesen auf, sie ermahnen die Menschheit, sie warnen auch vor Katastrophen.

Sie weisen darauf hin, dass die Gen- und Hybrid-Erzeugnisse in die falsche Richtung führen. Sie berichten, dass, wo es früher ein paar hundert Saatgutsorten einer Reis-, Gemüse- oder Getreidepflanze gab, heute nur noch ein halbes Dutzend bestehen. Sie beklagen vor allem, dass an die 800 Millionen bis zu einer Milliarde Menschen auf der Erde hungern und dass dies nicht der Fall wäre, wenn mit der Natur und der Profitgier nicht auf so widrige und widerliche Weise umgegangen würde.

Die Fachleute: Es muss ein Paradigmenwechsel stattfinden, zum Beispiel auf der Basis kleiner lokaler Strukturen, um zu einer Autonomie in der Nahrungsversorgung zurückzufinden, die ohne Chemikalien auskommt.

Ein zugespitzt argumentierender aber aufrüttelnder Film über die lebens- und zukunftswichtige Frage der Ernährung der zahlenmäßig wachsenden Menschheit.

Thomas Engel

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Thomas Engel