| DAS KONZERT (O.m.U.) | |
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Eine schöne, überdrehte Satire ist „Das Konzert“ in dieser Phase, mit grobem Strich nimmt Radu Mihaileanu die Exzesse des Kapitalismus auf die Schippe, schlingert zwar immer hart am Klischee vorbei, aber die Pointen sitzen. Doch es gibt noch eine andere Ebene und die ist ebenso hart an der Grenze zum Kitsch. Bevor er das Konzert in Paris spielt, hat Andrei eine Bedingung: Die junge französische Geigerin Anne-Marie Jacquet (Melanie Laurent) soll engagiert werden. Warum, ist weder dem Manager des Pariser Theater noch Andreis Musikerkollegen zunächst bewusst. Bald wird jedoch klar, dass Anne-Marie unmittelbar mit den Ereignissen verbunden ist, die vor bald 30 Jahren zum Ende des Orchesters führten. Im Gegensatz zu seinem Holocaust-Drama „Der Zug des Lebens“, der bei seiner Erstaufführung zu unrecht von Roberto Benignis „Das Leben ist schön“ überschattet wurde, schlägt Radu Mihaileanu mit seinem jüngsten Film deutlich leichtere Töne an. Das Schicksal der Eltern Anne-Maries deutet zwar die Gulags des kommunistischen Sowjetregimes an (auch wenn diese Anfang der 80er Jahre nicht mehr existierten, wie der Film suggeriert), im Vordergrund steht aber stets die rührselige Versöhnung in der Gegenwart. Von den satirischen Elementen der ersten Hälfte des Films bleibt hier zwar wenig übrig, angesichts der mitreißenden Inszenierung des finalen Konzerts nicht zuletzt dank Tschaikowskys Konzert für Violine und Orchester in D-Dur wird die sentimentale Note der Geschichte zwar auf die Spitze getrieben, entziehen kann man sich den Emotionen aber kaum. So ist „Das Konzert“ ein anrührender, amüsanter Film, der in Frankreich ein großer Erfolg war, was ihm fraglos auch in Deutschland beschieden sein dürfte. |
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